Die Kinder auf diesem Foto haben das Glück, dass ihre Eltern genug Geld für einen Kindergartenplatz aufbringen können. Vielen Familien ist das jedoch nicht möglich.
Deshalb — Werden Sie Patin/Pate für ein Kind in Sokodé!
Gerade Kinder mit Sehschwächen sind besonders benachteiligt, weil sie in der Schule nicht richtig
lernen können. Und wir alle wissen, dass Bildung das höchste Gut gegen Armut ist.
Falls Sie also noch nutzbare Kinderbrillen haben, wenden Sie sich bitte an uns, wir nehmen die
Spenden entgegen und leiten sie weiter.
Erstmalig hat unser Verein an der Messe der Brückenbauer*innen im Rahmen des KENAKO Afrika Festival am 31.08.2024 in Berlin teilgenommen und wurde von einer Fachjury mit dem KeNako-Award 2024 ausgezeichnet.
Am 7. Mai wurden bei einem Senatsempfang im Hamburger Rathaus je zwei Vereine aus Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg für ihr Engagement im Umweltschutz und der Eine-Welt-Arbeit ausgezeichnet. Anlass der Auszeichnung vor gut 160 Gästen aus Politik, Gesellschaft und Medien war das 25-jährige Jubiläum der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE).
Im September 2022 hat ein Vertreter der Stiftung Nord-Süd-Brücken, Herr Michael Kreuzberg, unseren Partnerverein Espoir Plus in Sokodé besucht, um sich über die Fortschritte im gemeinsamen Müllentsorgungsprojekt zu informieren.
„Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern.“ (Nelson Mandela)
Die Vereine Couleurs Afrik in Schwerin und Espoir Plus in Sokodé/Togo arbeiten seit 2017 gemeinsam daran, armen Menschen durch Arbeit eine Perspektive für selbstbestimmtes Leben zu geben. Seit 2021 werden auch Spendenbrillen aus Schwerin an Bedürftige kostenlos verteilt. So können sie wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Dafür sind sie sehr dankbar.
Aber immer wieder werden wir auch gebeten:
Vergesst die Kinder nicht.
Gerade Kinder mit Sehschwächen sind besonders benachteiligt, weil sie in der Schule nicht richtig lernen können. Und wir alle wissen, dass Bildung das höchste Gut gegen Armut ist. Falls Sie also noch nutzbare Kinderbrillen haben, wenden Sie sich bitte an uns, wir nehmen die Spenden entgegen und leiten sie weiter.
„Sich ernsthaft um andere zu sorgen, sowohl im privaten wie öffentlichen Leben, würde uns der Welt, nach der wir uns so sehnen, sehr viel näher bringen.“ (Nelson Mandela)
Die Kinder auf diesem Foto haben das Glück, dass ihre Eltern genug Geld für einen Kindergartenplatz aufbringen können. Vielen Familien ist das jedoch nicht möglich. Deshalb –
Werden Sie Patin/Pate für ein Kind in Sokodé!
Diese Patenschaften
geben den Kindern die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Kindern zu spielen, soziale Kompetenzen zu erlangen und spielerisch in der Obhut von ausgebildeten Erzieherinnen zu lernen und später die Schule zu besuchen, was längst nicht für alle Kinder selbstverständlich ist.
ermöglichen den Kindern eine Obstmahlzeit und eine warme Mahlzeit täglich.
geben den Müttern die Möglichkeit zu arbeiten und so zum Familienunterhalt beizutragen, was auch den Geschwistern zugutekommt.
Was kostet eine solche Patenschaft?
Die Kosten für die Kita betragen 15,00 € pro Monat + 1x jährlich 30,00 € für die Mitarbeiterin in Togo, die die Organisation vor Ort übernimmt und die Kontakte zu den Familien und Kitas/Schulen und den Paten hier in Deutschland hält.
Was bringt Ihnen diese Patenschaft?
Sie gibt Ihnen das wunderbare Gefühl, ein Kind in Afrika auf dem Weg aus der Armut zu unterstützen und zu begleiten und damit ein wenig mehr Gerechtigkeit in die Welt zu bringen.
Wie werden Sie Patin/Pate?
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an info@couleurs-afrik.de oder telefonisch unter 01515-616 3137 an unseren Verein.
Redebeitrag von Hannelies Höchel, stellvertretende Vorsitzende des Vereins Couleurs Afrik – Die Farben Afrikas e.V.:
Wieder sind wir zusammengekommen, um den Weltfriedenstag zu würdigen. Was hat sich seit dem vergangenen Jahr verändert? Leider nichts zum Guten, und das bezieht sich in besonderem Maße auf Afrika. Nicht nur in der Ukraine und in Gaza gibt es noch immer keinen Frieden, und die Situation in Europa ist gefährlicher geworden. Auch die Kriege und humanitären Katastrophen auf dem afrikanischen Kontinent haben sich teilweise verschärft und sind trotzdem weitgehend vergessen. Wenn ich das jetzt etwas konkreter ausführe, dann beziehe ich mich auf die Emergency Watchlist 2025 des International Rescue Committees (IRC).
David Milibrand, der Präsident des IRC stellt dem Bericht folgenden Satz voran: „Die Welt steht in Flammen – und für hunderte Millionen von Menschen ist dies die tägliche Realität.“
Kommen wir nun zu den Fakten: Unter den 10 größten Krisen in der Welt sind die Hälfte in Afrika zu finden, dabei stehen der Sudan auf Platz 1, der Südsudan auf Platz 5, Burkina Faso auf Platz 7, Mali auf Platz 9 und Somalia Platz 10 (Gaza Platz 2, Syrien Platz 4). In den 20 Regionen, die besonders stark unter den Folgen von Krieg, Wirtschaftskrisen und Klimawandel zu leiden haben, leben nur 11% der Weltbevölkerung aber 82% dieser Menschen benötigen dringend humanitäre Hilfe. Ich nenne nur ein Beispiel, den Sudan. In diesem afrikanischen Land leben 11,4 Millionen Menschen als Binnen- vertriebene, mehr als in jedem anderen Land der Welt. Bei einer Gesamtbevölkerung von rund 49 Mio. Einwohnern sind das ca. 20 %! Insgesamt sind über 30 Mio. Menschen auf Hilfe angewiesen. Durch diese katastrophalen Bedingungen kommt es verstärkt zu Choleraausbrüchen, täglichen Hungertoten, darunter ganz besonders viele Kinder. Der IRC bezeichnet die Lage im Sudan als die größte und verheerendste humanitäre Krise weltweit. Und wie reagieren die Industrienationen? Sie streichen Hilfsmittel in Größenordnungen, ja, die Bundesregierung streicht die Gelder für Seenotrettung sogar komplett. (Quelle: Sea-Watch) Lasst mich noch auf die Situation in einigen weiteren ausgewählten afrikanischen Ländern hinweisen: In Somalia sind ca. 1,6 Mio Kinder unter 5 Jahren von akuter Mangelernährung betroffen; über 20 % der Bevölkerung leben in extremer Armut und fast eine Mio. Menschen in von Al-Shabaab kontrollierten Gebieten erhalten keine humanitäre Unterstützung. In Äthiopien droht die sechste Regenzeit in Folge auszufallen. Dadurch könnte sich die Dürre, von der bereits 24 Mio. Menschen betroffen sind ausweiten und humanitäre Organisationen werden militärisch daran gehindert, lebenswichtige Hilfe zu leisten! Auch in Niger, Mali, Burkina Faso, über die ich im vergangenen Jahr berichtet habe, hat sich die Lage keinesfalls verbessert, eher verschlechtert. Abschließen möchte ich mit einem Ausspruch des großartigen ehemaligen Präsidenten und Friedenskämpfers Südafrikas, Nelson Mandela: „Frieden ist nicht nur die Abwesenheit von Krieg, sondern das Vorhandensein von Gerechtigkeit.“ Ich habe das Gefühl, dass wir heute weiter denn je in diesem Jahrhundert von Gerechtigkeit entfernt sind. Unsere westliche Wohlstandsgesellschaft vergrößert die Ungerechtigkeit, die vielfach durch unsere Vergangenheit entstanden ist, immer mehr. Ich denke da z.B. an Kinderarbeit, um Ressourcen für Batterien abzubauen oder Kleidung für uns herzstellen, Bekämpfung eines wirksamen Lieferkettengesetzes, Kürzung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (wie schon gesagt), Zurücknahme von Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels und damit zusammenhängend der Hungersnöte in vielen Ländern, die den Klimawandel nicht verursachen usw. usf.
Lasst uns nicht müde werden im Kampf gegen diese menschenfeindliche Entwicklung und lasst uns zusammenstehen. Wir sind alle Bewohner dieser einen Erde!!!
An der Auftaktveranstaltung zur diesjährigen Interkulturellen Woche am Südufer des Pfaffenteichs nahmen wir wieder mit einem Informationsstand unseres Vereins teil. Außerdem bauten wir gemeinsam mit Vertretern der anderen Afrikavereine Schwerins die von Björn Pommerehncke gestaltete Ausstellung über Mecklenburgerinnen und Mecklenburger mit afrikanischen Wurzeln auf und betreuten sie. Die Bauzäune, an denen die Ausstellung befestigt war, wurde uns von der Neumühler Bauhütte unentgeltlich ausgeliehen. Dafür danken wir sehr herzlich. Trotz des ungemütlichen Wetters gab es viele Interessentinnen und Interessenten sowohl für die Ausstellung als auch für unseren Verein, die sich auch über Informationen freuten. Immer wieder hörten wir, dass Besucherinnen und Besucher erstaunt darüber waren, wie viele Zugewanderte hier in z.T. sehr wichtigen Berufen, wie z.B. Lehrerin oder Pflegerin, arbeiten. So konnte die Ausstellung einmal mehr dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und Wissen über unsere Mitmenschen anderer Hautfarbe zu vermitteln. Herzlichen Dank an alle Vereinsmitglieder und externen Helferinnen und Helfer, die zum Gelingen beigetragen haben.
Da sich in diesem Jahr kein Verein gefunden hatte, der die Finanzen für einen Afrikatag verwalten könnte, haben wir uns mit mehreren Vereinen, die durch die Afrikatage der vergangenen drei Jahre in engerem Kontakt stehen, gemeinsam an zwei Veranstaltungen in Schwerin beteiligt. Am 15.06.2025 fand im Schloss und Burggarten der Tag des Offenen Landtags statt. Gemeinsam mit den Vereinen Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit, Togo jetzt!, PRESENCE, Miteinander Ma’an und Unitiy for change hatten wir im Burggarten einen Stand, an dem wir die Vielfalt der engagierten Schwerinerinnen und Schweriner für die Eine Welt deutlich gemacht haben. Jeder Verein war mit Informationsmaterial vertreten, und die anwesenden Mitglieder kamen gern mit Gästen ins Gespräch über ihre Aktivitäten. Die Ausstellung zu den Mecklenburgerinnen und Mecklenburgern mit afrikanischen Wurzeln und ein Quiz über Afrika weckten ganz besonders das Interesse der Besucherinnen und Besucher. Am Samstag, dem 21.06.2025, beteiligten wir uns dann wieder gemeinsam am Stadtteilfest Großer Dreesch auf der großen Rasenfläche am Fernsehturm. Unser Verein war mit einem Informations- und Flohmarktstand und Kinderschminken vertreten. Für das leibliche Wohl boten wir selbst gebackenen Bananenkuchen und ebenfalls selbst zubereiteten kalten Hibiskustee an. Beides wurde von den Gästen sehr gelobt. Die Zutaten zum Tee hatten wir im Februar direkt aus Togo vom Markt mitgebracht.
Unser Vorsitzender am InfostandAkteure im Gespräch (PRESENCE + Couleurs Afrik)kleine Pause für den VorstandKinderschminkenKinderschminkenKinderschminken
Die Festveranstaltung anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Vereins Couleurs Afrik und der 8-jährigen Zusammenarbeit der beiden Vereine war der Höhepunkt des Besuchs der Delagtion aus Sokodé. Unser Verein wurde zwar bereits 2014 gegründet, aber aus organisatorischen Gründen konnte die Festveranstaltung erst jetzt im Wichernsaal der Diakonie stattfinden. Neben den geladenen Gästen aus der Politik und von befreundeten Vereinen nahmen auch interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Schwerin und Umgebung an der Veranstaltung teil, die durch Werbung in der Presse im Vorfeld aufmerksam geworden waren. Die Anwesenheit des Stadtpräsidenten Sebastian Ehlers (CDU) und der Mitglieder der Fraktionen in der Stadtvertretung, Mandy Pfeifer (SPD) und Dr. Daniel Trepsdorf (Die Linke) sowie der Leiterin der Servicestelle Integration/Ehrenamtskoordination, Zehra Dönmetz, zeigten uns die Wertschätzung unseres Vereins in der Stadt. Ab 14:30 sorgte die mitreißende Musik der Schweriner Gruppe a drumbella unter der Leitung von Manu Kolditz mit ihren afrikanischen Rhythmen für ein besonderes Flair. Bei selbstgebackenem Kuchen, Kaffee, Tee und kalten Getränken konnten sich die Gäste bereits vor Beginn der Veranstaltung kennenlernen und austauschen. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vereinsvorstand um 15:00 Uhr richtete die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Reem Alabali Radovan, ein sehr warmherziges und wertschätzendes Grußwort an den Verein und die Gäste. Das daran anschließende Grußwort des ehemaligen Stadtpräsidenten Schwerins, Stephan Nolte, war ebenfalls sehr herzlich und brachte auch die persönlichen Aspekte des Redners ein, der den Verein seit seiner Gründung kennt und diesen während seiner Amtszeit stets wohlwollend und hilfreich begleitet hat. Die Anerkennung durch diese beiden Persönlichkeiten erfüllt uns mit besonderer Dankbarkeit und auch ein wenig mit Stolz. (Beide Grußworte sowie die Glückwünsche des Eine-Welt-Landesnetzwerks und der Aktionsgruppe Eine Welt e.V. Schwerin sind ebenfalls auf dieser Seite zu finden.) Nach dem folgenden Bericht unseres Vorsitzenden, Herrn Tchakpedeou, über die Entwicklung des Vereins in den vergangenen 10 +1 Jahren anhand der umgesetzten Projekte im In- und Ausland war es erst einmal wieder Zeit für eine musikalische Pause mit Musik der Gruppe a drumbella, die im Verlauf des Nachmittags noch mehrfach das Programm kulturell bereicherte. Der Bürgermeister von Sokodé und die drei Vertreterinnen unseres Partnervereins in Togo machten in ihren Präsentationen deutlich, wieviel der Verein Espoir Plus durch die Kreativität, den Fleiss und die Einsatzbereitschaft seiner Mitarbeiterinnen im Bereich Sauberkeit, Müllentsorgung und Nachhaltigkeit erreichen konnte. Durch die Fördermittel, die der Verein Couleurs Afrik bisher in Deutschland einwerben konnte, haben derzeit 18 Angestellte im Projekt ein regelmäßiges Einkommen. Aufbauend auf den Erfahrungen der letzten 8 Jahre wurden die Ziele, die mit dem neuen Projekt erreicht werden sollen, besprochen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Bildung und Anstellung von Frauen, um deren Stellung in Gesellschaft und Familie zu verbessern. Bei einem afrikanischen Imbiss gab es im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung die Möglichkeit der Gäste, sich über die angesprochenen Themen zu unterhalten und die jeweils andere Kultur etwas näher kennen- zulernen. Von dieser Möglichkeit wurde rege Gebrauch gemacht, so dass das Ende der Feier um 18:30 Uhr viel zu früh war. Auch diesmal danken wir wieder allen Vereinsmitgliedern, die uns bei der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung sowie beim Aufräumen geholfen haben. Und nicht zuletzt gilt unser Dank auch der Schweriner Bürgerstiftung sowie dem Kirchlichen Entwicklungsdienst für die finanzielle Unterstützung und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Diakonie für die Vermietung des wunderschönen Wichernsaales.
Vortrag des Bürgermeisters von SokodéVortrag der Leiterin der Frauenkooperativev.l.n.r. Hr. Omorou, Hr. Nolte, Fr. Katakpaou, Hr. Korodowou, Hr. Ehlers, Hr. Biwe-IssodjoSchekübergabe der Bürgerstiftung durch Marlen JanewHerr Nolte und Herr Tchakpedeou im Gespräch mit den Gästen aus TogoMinisterin Alabali Radovan im Gespräch mit den GästenA drumbella in Aktionv.l.n.r. Fr. Pfeifer, Hr. Ehlers, Hr. Nolte, Hr. Tchakpedeou, Hr. Dr. Trepsdorf
Anlässlich unserer Festveranstaltung zum 10jährigen Bestehen des Vereins hatten wir eine Delegation aus Sokodé eingeladen. Nach einigen Schwierigkeiten bei der Visavergabe für unsere Gäste konnten wir am Dienstag, dem 27.05.25 den Oberbürgermeister von Sokodé, Herrn Korodowou, den Vorsitzenden unseres Partnervereins Espoir Plus, Herrn Omorou, den Projektleiter, Herrn Biwe-Issodjo, und die Vorsitzende der Frauenkooperative, Frau Katakpaou, auf dem Flughafen in Hamburg herzlich begrüßen. Mit dem Kleinbus, den uns die Stadtwerke Schwerin für die Zeit des Besuches ausgeliehen hatten, ging es nach Schwerin in die Pension am Pfaffenteich. Dort war gerade Zeit zum Einchecken und Frischmachen, und dann ging es zum Empfang bei unserem OB, Herrn Dr. Badenschier.
Auch wenn die Gäste schon seit mehr als 24 Stunden auf den Beinen waren, wurde es ein angeregtes Gespräch mit viel Informationsbedarf auf beiden Seiten. Anschließend war es dann aber auch höchste Zeit für das offizielle Willkommen im Verein und eine stärkende Mahlzeit.
Für die Zeit ihres Besuchs bei uns hatten wir für unsere Gäste ein Programm zusammengestellt, das ihnen vielfältige Informationen zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit brachte, aber auch Informationen zu den Themen Leben und Arbeiten in Deutschland. So haben wir neben den Führungen in den Unternehmen
Stadtwerke Schwerin einschließlich des Geothermie-Werkes
Bauernhof Sangel (nachhaltiger Ackerbau und Freilandhaltung von Hühnern)
Schweriner Abfall- und Straßenreinigungsgesellschaft (SAS) einschließlich Besichtigung des Wertstoffhofes
Orthopädiewerkstatt OrSchuhTec, bei der vor Jahren ein Schumacher aus Sokodé ein dreimonatiges Praktikum absolviert hat, auch Begegnungen mit Familien ermöglicht.
Führung durch die Geothermie-Anlage, bei der es viele Fragen gabinteressante Gespräche mit dem Bauerngroßes Interesse auf dem Wertstoffhof der SAS, die die Projekte in Sokodé mit der Vermittlung von Wissen unterstütztAuch die Erläuterungen des Leiters der Firma OrSchuhTec, Herrn Harke, fanden großes Interesse
Damit die Gäste auch einen Eindruck vom Leben in Schwerin und die Geschichte unseres Bundeslandes erhalten, haben wir eine Besichtigung des Schweriner Schlosses Vom Keller bis zum Dach mit Herrn Hanel, eine Führung durch die Altstadt einschließlich des Welterbe-Ensembles in französischer Sprache mit Frau Lux und einen Besuch im Archäologischen Freilicht-Museum in Groß Raden organisiert.
auf dem Dach des Schlosses Stadtführung (Markt Schwerin)im Freilichtmuseum Groß Raden
Vertreter unseres Vereins haben bereits mehrmals unseren Partnerverein in Sokodé besucht. Leider war die Zahl der Mitglieder, die fahren konnten, begrenzt. Durch den jetzigen Besuch aus Togo konnten sich nun auch andere Mitglieder mit den Gästen treffen und austauschen. Drei Vorstandsmitglieder haben die Delegation zu sich nach Hause eingeladen, und bei gemeinsamem Essen wurde über die Zusammenarbeit der Partnervereine und über die Entwicklung des neuen Projektes, Herstellung von ökologischer Kohle aus organischen Abfällen, diskutiert. Aber auch für private Themen gab es Gelegenheiten. Höhepunkt des Besuchs der Delegation war die Festveranstaltung anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Vereins Couleurs Afrik und der 8-jährigen Zusammenarbeit der beiden Vereine, über die wir gesondert berichten. Nach einer sehr intensiven und abwechslungsreichen Woche wurde die Delegation, ausgestattet mit vielen Eindrücken und Plänen sowie schönen Erinnerungen, am 03.06.2025 mit vielen guten Wünschen von unserem Vorsitzenden am Hamburger Flughafen wieder verabschiedet. Allen Vereinsmitgliedern und deren Familienangehörigen sowie unseren Partnerinnen und Partnern, die mitgeholfen haben, dass unsere sich willkommen und wohl gefühlt haben, gilt unser herzlicher Dank.
Laut Satzung wurde turnusgemäß am 27.03.2025 während der Mitgliederversammlung der Vorstand neu gewählt. Da auf dieser Versammlung ebenfalls eine neue Satzung verabschiedet wurde, nach der der Vorstand zukünftig wieder aus nur drei Mitgliedern besteht, wurden gewählt:
zum Vorsitzenden Ourobou Tchakperdeou
zur Stellvertreterin Hannelies Höchel
zur Finanzvorständin Angelika Reimers
Da die neue Satzung erst nach dem Eintrag in das Vereinsregister rechtsgültig wurde, übte Ute Wagner nach Zustimmung der anwesenden Vereinsmitglieder bis zu diesem Zeitpunkt die Aufgaben als Beisitzerin weiter aus.
Am 03.02.2025 konnten wir ein Gespräch mit dem Minister für Umwelt und Forstressourcen, Herrn Katari Foli-Bazi, führen.
Auch durch seine Unterstützung wurde die Stadt Sokodé für das Pilotprojekt „Grüne Stadt“ ausgewählt, wodurch die Aktivitäten unseres Partnervereins in Togo, Espoir Plus, auch von offizieller Seite mehr Beachtung erfahren.
Wir brachten unsere Hoffnung zum Ausdruck, dass das Projekt „Grüne Stadt“ weitergeführt wird und als Vorbild für andere Städte dienen kann.
Der Minister verdeutlichte aber auch, dass Togo seine Umweltprobleme nicht alleine lösen kann, weil wir alle in einem Boot sitzen.
v.l.n.r.: Herr Ourobou Tchakpedeou, Herr Katari Foli-Bazi und Frau Hannelies Höchel Vor dem Umweltministerium: Hannelies Höchel und Ourobou Tchakpedeou
Mein Name ist Hannelies Höchel vom Verein „Couleurs Afrik – Die Farben Afrikas e.V.“ Ich möchte meine Ausführungen mit einem Erlebnis beginnen, das ich gerade vor ein paar Tagen im Urlaub am Bodensee hatte. Mein Mann und ich warteten am Bahnhof eines Vorortes von Lindau auf unseren Zug und mit uns ein Schuljunge von etwa 10 Jahren und eine muslimische Frau. Der Junge, der gesessen hatte, stand auf und bot der Frau seinen Platz an. Sie bedankte sich und wollte ihn erst nicht annehmen, aber der Junge sagte, dass er sowieso mit dem nächsten Zug zur Schule fahren würde. Daraufhin antwortete die Frau, sie wolle zur Arbeit. Und weil ich nicht teilnahmslos daneben sitzen wollte und es mich auch interessierte, fragte ich sie nach ihrer Herkunft. Die Frau antwortete, dass sie aus Syrien geflohen sei, nachdem sie ihre Eltern und ihren Mann verloren hätte. Daraufhin begann der Junge zu weinen und die Frau, die doch das Leid erlebt hatte, tröstete ihn. Dieses Erlebnis hat mich tief berührt und wieder direkt darauf gestoßen, wie viele Menschen, die oftmals sehr grausame Erlebnisse zu verkraften haben, weltweit auf der Flucht sind.
Das deutsche Friedensgutachten 2024 vom 10. Juni, das vom deutschen Friedensforschungsinstitut herausgegeben wurde, stellt eindeutig fest, dass Armut, Hunger und Gewaltkonflikte sich gegenseitig bedingen.
Ich werde diese Aussage durch einige Beispiele aus Afrika belegen. (Quelle: 2024 Emergency Watchlist International Rescue Committee in Deutschland) In der Demokratischen Republik Kongo toben seit 2023 heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und der bewaffneten Gruppierung M23. Das führt dazu, dass 2024 ca. 25,4 Mio. Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen sein werden, mehr als in jedem anderen Land der Welt. In Äthiopien gibt es seit Jahren ständig wieder aufflammende Konflikte in verschiedenen Regionen des Landes. Sie bergen das große Risiko einer Rückkehr zu groß angelegten Kämpfen, da die Gewalt immer wieder eskaliert und Spannungen mit den Nachbarstaaten bestehen. Im Niger gab es im Juli 2023 einen Putsch, der politische Spannungen mit den Nachbarstaaten ausgelöst hat, da einige Mitglieder der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS militärisch eingreifen wollten. Wir waren zu der Zeit gerade in Togo und haben uns ziemlich unsicher gefühlt. Glücklicherweise löste der Konflikt keinen Flächenbrand aus. Durch diesen Putsch sind jedoch im Niger die öffentlichen Ausgaben um 40% gesunken und bewaffnete Gruppen wollen das Machtvakuum nutzen, das durch den Abzug der ausländischen Militärhilfe entstanden ist. Somalia ist sehr stark von Klimakatastrophen betroffen. Nach 5 gescheiterte Regenzeiten leidet das Land jetzt unter weit verbreiteten Überschwemmungen, woraus sich ein hoher humanitärer Bedarf ergibt. Die Lage der Einwohner des Landes wird durch eine laufende Regierungsoffensive gegen al-Shabaab-Truppen, die auch die Zivilbevölkerung bedrohen, noch weiter verschärft. In Mali sind 6,2 Mio. Menschen aufgrund von Sicherheits- und Wirtschaftskrisen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Durch den Abzug der UN-Friedenstruppen und erneute Kämpfe zwischen Regierung und bewaffneten Tuareg-Gruppen im Norden, die bereits Städte belagern und Zugang zu humanitärer Hilfe abschneiden, lebt die Hälfte der Bevölkerung in Armut. In Burkina Faso bekämpft das Militär seit Jahren bewaffnete Gruppierungen, doch die Gewalt im gesamten Land breitet sich rapide aus und ca. die Hälfte des Landes ist außerhalb der Kontrolle der Regierung. Der anhaltende Krieg zwischen den Regierungstruppen und den Rapid Support Forces im Sudan hat das Land an den Rand des Zusammenbruchs geführt. Millionen Menschen haben nicht genug zu essen und keinen Zugang zu medizinischer Versorgung.
Immer wieder bewahrheitet sich die eingangs zitierte Feststellung des dt. Friedensgutachtens und wir dürfen nicht vergessen: Dies ist nur ein Teil der oft übersehenen bewaffneten Konflikte und Kriege, aber: JEDER DIESER KONFLIKTE KANN DER AUSLÖSER FÜR EINEN NEUEN WELTKRIEG SEIN, WEIL ÜBERALL, WO SICH DER WESTEN ZURÜCKZIEHT ODER WEGEN DER POSTKOLONIALEN POLITIK VERTRIEBEN WIRD, RUSSLAND ODER CHINA DIE LÜCKE FÜLLT.
Deshalb geht es nur mit Diplomatie und gerechter Verteilung!
An den Schluss meiner Ausführungen setze ich den Ausspruch von Bertha von Suttner, der österreichischen Schriftstellerin und Pazifistin, Friedensnobelpreisträgerin von 1905:
Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut, das soll immer wieder mit Blut ausgewaschen werden.
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